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Sie haben sich bei mir bedankt, dass ich mir die Zeit genommen habe, um der Befragung teilzunehmen, aber ich bin so froh, dass es Leute gibt, die diese Befragung ins Leben gerufen haben. Ich hoffe, dass sie viele Informationen zu Tag fördert, die den Kindern bessere Hilfe und Unterstützung bieten werden. Deshalb möchte ich Ihnen für Ihre Arbeit danken und wünsche Ihnen alles Gute.

— Teilnehmer* in der Internationalen Befragung

zur Teilnahme an der Internationalen Befragung Betroffener

Internationale Befragung Betroffener

Um die einzigartigen Herausforderungen der Betroffenen besser zu verstehen, hat das Canadian Centre im Januar 2016 die Internationale Befragung Betroffener ins Leben gerufen. Im Laufe von eineinhalb Jahren haben 150 Betroffene aus der ganzen Welt an der Befragung teilgenommen.

Wir erkennen, wie unglaublich schwierig und herausfordernd es war, sich an dieser Befragung zu beteiligen. Wir wissen sehr zu schätzen, dass sich so viele Betroffene die Zeit genommen und die Kraft aufgewendet haben, ihre Geschichte mit uns zu teilen.

Ich musste oft lachen und so tun, als ob ich es genauso mochte wie diese Frauen im Film, denn das war es, was die Männer, die es bekommen würden, sehen wollten…. Ich musste nur liefern, was von mir gefragt wurde. Und das war der Grund, warum ich ziemlich schnell verstand, dass es für andere Menschen bestimmt war.

— Betroffene*r als Antwort auf die Frage: “Unter welchen Umständen sagte der Täter, dass er jemand anderem die Bilder zeigen würde?”

Ergebnisse der Internationalen Befragung Betroffener

Im September 2017 veröffentlichte das Canadian Centre Ergebnisse der Internationalen Befragung für jetzt erwachsene Betroffene, deren sexueller Kindesmissbrauch online aufgezeichnet und / oder verbreitet wurde, mit Empfehlungen zur Bekämpfung dieses schrecklichen Verbrechens. Einige der Ergebnisse beinhalten:

  • Fast 70% der Betroffenen befürchteten, von jemandem wegen der Aufzeichnung ihres sexuellen Missbrauchs von Kindern erkannt zu werden. In der Tat gaben 30 Befragte an, von einer Person identifiziert worden zu sein, die ihre Missbrauchsdarstellungen gesehen hatte.
  • 58% der Befragten gaben an, von mehr als einer Person missbraucht worden zu sein, während 82% der primären Straftäter, die an mehreren Täter-Szenarien beteiligt waren, Eltern oder Familienangehörige des Kindes waren.
  • 56% der Betroffenen gaben an, dass der Missbrauch vor dem vierten Lebensjahr begann, und 87% waren 11 Jahre oder jünger. 42% wurden mehr als 10 Jahre lang missbraucht.
  • Mindestens 74 Befragte (fast 50%) waren Betroffene organisierter sexueller Gewalt (Missbrauch, bei dem Kinder von mehreren Straftätern sexuell missbraucht werden).
  • 67% der Betroffenen wurde physisch gedroht, unter anderem wurde ihnen gesagt, dass sie sterben oder getötet würden.
  • 85% der Betroffenen erwarteten eine laufende / zukünftige Therapie.

Ich erinnere mich, wie ich gedemütigt ich war, als mein Täter einem anderen Kind (das ich mochte), Fotos von meiner Folter (mit Seilen) zeigte. Vor lauter Scham wollte ich diese Bilder am liebsten verstecken, so dass es mir fast unmöglich gewesen wäre, mich mitzuteilen. Die Aufdeckung würde mich, so glaubte ich fest, mit einem Verbrechen in Verbindung bringen für das ich mich zumindest in Teilen mit verantwortlich fühlte.

— Betroffene*r als Antwort auf die Frage: “Bitte beschreiben Sie, wie sich die Existenz von Missbrauchsdarstellungen auf Ihre Entscheidung auswirkt, sich jemandem mitzuteilen, falls überhaupt).”

Empfehlungen für Veränderungen

Die Umfrageergebnisse unterstreichen die dringende Notwendigkeit für die internationale Gemeinschaft, unverzüglich Maßnahmen zu ergreifen und die folgenden Empfehlungen umzusetzen:

Reduzierung der Verfügbarkeit von sowohl neuen als auch bestehenden Bildern und Videos von sexuellem Missbrauch von Kindern im öffentlichen Internet. Es sollte in Betracht gezogen werden, Project Arachnid als globale Plattform zu verwenden, um online schnell das Vorhandensein von Material über sexuellen Missbrauch von Kindern zu ermitteln und Deaktivierungsanfragen an Hostinganbieter zu stellen, sie über das Vorhandensein von Inhalten auf ihrem Dienst zu informieren und die sofortige Entfernung des Materials zu fordern.

Verbesserung der Aus- und Fortbildung in Bezug auf sexuellen Kindesmissbrauch bei Fachkräften, um diese zu befähigen, angemessen zu erkennen und angemessen darauf zu reagieren. Diejenigen, die in der Lage sind, Missbrauch aufzudecken, müssen die Dynamik unterschiedlicher Missbrauchssituationen, den komplexen Prozess der Offenlegung und die Rolle der Technologie bei der Erleichterung des sexuellen Missbrauchs von Kindern besser verstehen.

Stärkung der Koordination und Kommunikation zwischen allen Systemen und Organisationen, die sich mit Opfern von sexuellem Missbrauch von Kindern und Online-Ausbeutung überschneiden. Dazu gehören, ohne Anspruch auf Vollständigkeit, Kinderschutz-Organisationen, Schulen, Hotlines, Therapeut*innen, Polizei, Industrie, Kinderbetreuungsorganisationen und Advocacy-Zentren.

Entwicklung umfassender Systeme und Rechtsbehelfe, um die Rechte und besonderen Bedürfnisse von Opfern, deren Missbrauchsdarstellungen erstellt und verbreitet wurde, angemessen anzuerkennen. Dazu gehören barrierefreie, kenntnisreiche Therapeut*innen und erreichbare Mechanismen für den Erhalt einer finanziellen Entschädigung. Betroffene müssen auch die Möglichkeit erhalten, sich innerhalb des Strafrechtssystems Gehör zu verschaffen (z. B. Aussagen über die Folgen für Opfer).

[Die Befragung] war sehr gut für mich. Es erlaubte mir ohne Hindernisse, den Leuten zu erzählen, was ich wirklich fühlte. Es gab mir auch ein Gefühl der Ermächtigung.

— Betroffene*r

Nachricht für Betroffene

Wenn Sie von sexuellem Kindesmissbrauch betroffen sind, sollten Sie wissen, dass unser Team hart daran arbeitet, positive Veränderungen für Sie und zukünftige Generationen zu bewirken. Wir glauben, der Wandel kommt.

Es ist wichtig, dass wir die Realität dessen, was wir von Betroffenen sehen und hören und was wir durch unsere Forschung und technische Lösungen lernen, mit der Öffentlichkeit teilen. Angesichts der Wichtigkeit, direkt von den Betroffenen zu hören, und der bisherigen Teilnahme haben wir die Absicht, die Befragung zugänglich zu lassen.

Wir haben erkannt, dass einige Betroffene, die mit der Befragung begonnen haben, diese vielleicht noch vollständig vervollständigen möchten und dass andere, die vielleicht neu auf unserer Seite sind, ihre Stimme ebenfalls einbringen möchten. Im Canadian Centre fühlen wir uns verpflichtet, aus Ihren Erfahrungen zu lernen und die einzigartigen Herausforderungen besser zu verstehen. Ihre Stimme kann Veränderung bewirken.

zur Teilnahme an der Internationalen Befragung

Wenn Sie der Meinung sind, dass die Befragung oder das Lesen unseres Berichts darüber für Sie schwierig sein oder Stress verursachen können, empfehlen wir Ihnen, sich Unterstützung zu holen. Dies könnte persönliche Unterstützung (Familie und Freunde) oder professionelle Unterstützung (z. B. Therapeut*innen, Psycholog*innen, Psychiater*innen und Beratung) umfassen.

Wenn Sie direkt mit uns über Ihre Erfahrungen sprechen, mehr über Ergebnisse erfahren möchten oder Fragen zur Befragung haben oder mehr über unsere Arbeit mit Betroffenen erfahren möchten, können Sie uns hier kontaktieren.

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